Der Stadtwald / Bürgerwald heute
Zur neueren Entwicklung des Stadtwaldes
Der Stadtwald wurde viele Jahre durch die städtischen Förster im Forsthaus Modexen (zuletzt Förster Werner Winkelhan 1968, davor Ziebell) und Forsthaus Flechtheim (zuletzt Förster Quast) bewirtschaftet. die beiden Forsthäuser wurden aufgegeben, das Forsthaus Modexen blieb in städtischem Besitz. Die Wirtschaftsgebäude wurden im Sinne der Umweltbildung genutzt (Waldschule), danach mit Neubau als „Bildungshaus“ Natur.
Dann folgte von ca. 1990 bis 2020 die Bewirtschaftung durch die Forstbetriebsgemeinschaft des Amt4es Wald und Holz NRW Neuenheerse mit den Förstern Eckard Rottmann und Ulrich Müller. 2018 stellte die CDU-Fraktion im Stadtrat fest, die Erlössituation sei unbefriedigend und ein umfangreiches Waldgutachten wurde 2019 erstellt. Darin ist von einem sehr hohem Wildbesatz die Rede und dass die Eigenbewirtschaftung sich lohnen würde. So kam 2020 Harald Gläser nach Brakel, der vorher Revierförster auf Gut Holzhausen bei Frhr. von der Borch war.
Durch die großen Sturmschäden der Sturmtiefs Kyrill (2007), Friederike (2018), Sabine (2020) sowie weitere um 2015, sind 1.540 ha bzw. 25 % der Waldfläche betroffen. Die zahlreichen Fichtenflächen wurden nach und nach abrasiert.
Die Aufforstungen (neben mehreren Naturverjüngungen) nehmen den Waldumbau in den Blick. Ziel des Aufforstungen ist der Aufbau von Mischwald, auch mit neuen klimaresistenten Baumarten. Bei der Holznutzung soll es keinen Kahlschlag mehr geben.
Dabei konnten sich auch Bürger beteiligten durch Baumspenden und/oder Mithilfe beim Pflanzen. Es entstand die Idee zur neuen Bezeichnung „Bürgerwald Brakel“, die 20121 eingeführt wurde.
Die großen Pflanzaktionen im Winter 2020/21, an der sich Bürger direkt beteiligten, erfolgte im Bereich Kaiserbrunnen sowie im Modexer Wald bei der Waldschule. Es gab eigene Pflanzbereiche für die Politik, für den Angelverein, den Schützenverein, die KiTa am Kaiserbrunnen usw. Auch ansehnliche Geldspenden kamen zusammen.
